FirmaInformationBezeichnung
adsquare GmbH, Berlin
Rechnungs­legung / Finanz­berichte
Unternehmensregister
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Datum: 08.09.2025Sprache: Deutsch

adsquare GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2024 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

INHALTSVERZEICHNIS

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

ANLAGENVERZEICHNIS

1. Bilanz zum 31. Dezember 2024

2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2024

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2024

4. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die adsquare GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der adsquare GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der adsquare GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

•

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

•

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

•

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

•

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

•

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

•

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

•

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

•

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

•

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 30. Juni 2025

ETL AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Marko Schlossarek, Wirtschaftsprüfer

Ralph Riese, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2024

AKTIVA

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.297.533,09 3.416.763,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.621,41 7.621,41
4.305.154,50 3.424.384,41
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 54.524,00 99.105,00
54.524,00 99.105,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 35.500,13 136.973,78
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.851.158,36 6.833.114,57
5.886.658,49 6.970.088,35
10.246.336,99 10.493.577,76
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 276.806,84 24.251,61
2. Geleistete Anzahlungen 492,75 2.005,48
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -169.711,29 0,00
107.588,30 26.257,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.133.587,63 5.337.484,39
2. Sonstige Vermögensgegenstände 826.413,73 489.893,97
6.960.001,36 5.827.378,36
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.162.723,27 1.555.101,24
8.230.312,93 7.408.736,69
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 113.505,22 166.906,57
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 30.249,88 68.140,98
18.620.405,02 18.137.362,00

PASSIVA

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 63.481,00 63.481,00
2. Nennbetrag/rechnerischer Wert eigener Anteile -2.626,00 -2.626,00
60.855,00 60.855,00
II. Kapitalrücklage
1. Andere Zuzahlungen in das Eigenkapital 6.888.609,44 6.888.609,44
6.888.609,44 6.888.609,44
III. Bilanzgewinn/-verlust 5.858.952,27 5.569.995,47
12.808.416,71 12.519.459,91
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 765.148,38 1.258.035,90
2. Sonstige Rückstellungen 1.033.490,79 631.954,66
1.798.639,17 1.889.990,56
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 600.046,85
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.099.087,39 1.744.693,47
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 343.587,10 65.169,37
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.253.019,55 280.816,04
2.695.694,04 2.690.725,73
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 1.317.655,10 1.037.185,80
18.620.405,02 18.137.362,00

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2024

2024 2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 24.638.761,58 22.373.813,79
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 252.555,23 -39.373,72
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.016.601,28 1.172.741,74
4. Sonstige betriebliche Erträge
a) Andere sonstige betriebliche Erträge 610.821,52 688.387,71
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 384.204,96 (Vorjahr: EUR 477.656,28)
610.821,52 688.387,71
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.393.375,03 -6.849.511,60
-7.393.375,03 -6.849.511,60
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.650.507,21 -5.867.492,74
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.048.485,90 -1.425.378,36
- davon für Altersversorgung: EUR 6.487,71 (Vorjahr: EUR 2.245,25)
-6.698.993,11 -7.292.871,10
7. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.014.320,54 -548.755,94
-1.014.320,54 -548.755,94
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Andere sonstige betriebliche Aufwendungen -9.668.873,40 -6.829.504,80
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 195.494,65 (Vorjahr: EUR 617.763,96)
-9.668.873,40 -6.829.504,80
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 196.252,26 172.933,66
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 195.599,42 (Vorjahr: EUR 172.933,66)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -974.760,92 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -74.738,48 -21.173,13
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -600.953,59 -867.905,24
- davon aus latenten Steuern: EUR 318.360,40 (Vorjahr: EUR 353.416,32)
13. Ergebnis nach Steuern 288.976,80 1.958.781,37
14. Sonstige Steuern -20,00 -1.276,36
15. Jahresüberschuss 288.956,80 1.957.505,01
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.569.995,47 3.612.490,46
17. Bilanzgewinn 5.858.952,27 5.569.995,47

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Die allgemeinen Vorschriften der §§ 238 bis 263 HGB für alle Kaufleute sowie die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB wurden beachtet.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 und 275 HGB.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 266, 274 a, 276, 288 HGB und dem Unterlassen von Angaben gem. § 286 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:

Registereintrag: Handelsregister

Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg

Registernummer: HRB 171194 B

Firmenname laut Registergericht: adsquare GmbH

Firmensitz laut Registergericht: Saarbrücker Str. 36, 10405 Berlin

II. Ausweisänderungen

Im Geschäftsjahr erfolgten folgende Ausweisänderungen.

1. Liquide Mittel

In den Liquiden Mitteln werden Forderungen gegen den Zahlungsdienstleister Wise ausgewiesen, welche inhaltlich den sonstigen Vermögensgegenständen zuzuordnen sind.

Eine Anpassung der Vorjahreswerte wird nicht vorgenommen. Der Effekt aus der im aktuellen Geschäftsjahr vorgenommenen Umgliederung hätte im Vorjahr folgenden Ausweis zur Folge:

ursprünglicher Ausweis Ausweis unter der Annahme der Ausweisänderung Differenzbetrag
in T€ in T€ in T€
Sonstige Vermögensgegenständen 489,89 600,67 +110,78
Liquide Mittel 1.555,10 1.444,27 -110,78

1. Personalaufwand

Im Personalaufwand werden Aufwendungen ausgewiesen, welche Aufwendungen für Leasingkräfte sind und inhaltlich unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen darzustellen sind.

Eine Anpassung der Vorjahreswerte wird nicht vorgenommen. Der Effekt aus der im aktuellen Geschäftsjahr vorgenommenen Umgliederung hätte im Vorjahr folgenden Ausweis zur Folge:

ursprünglicher Ausweis Ausweis unter der Annahme der Ausweisänderung in Differenzbetrag
in T€ T€ in T€
Personalaufwendungen
-Löhne und Gehälter 5.867,49 5.158,05 -709,44
-Sozial Abgaben 1.425,38 977,15 -448,23
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.829,50 7.987,17 1.157,67

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden - soweit nicht abweichend berichtet - gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Die geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angewandt.

Aktiva

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den bei ihrer Entwicklung angefallenen Aufwendungen (Herstellungskosten), vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, planmäßig abgeschrieben.

Der Ansatz der Sachanlagen erfolgt zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, reduziert um planmäßige Abschreibungen verteilt über die voraussichtliche Nutzungsdauer.

Steuerlich wurde die ab dem 1. Januar 2021 geltende "Digital-AfA" in Anspruch genommen und die Sachanlagen im Berichtsjahr sofort abgeschrieben.

Im Geschäftsjahr angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis 800,00 € werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Es kommt ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung.

Die Finanzanlagen werden mit Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigen beizulegenden Zeitwert bewertet, sofern eine dauerhafte Wertminderung gegeben ist.

Die unter den Vorräten enthaltenen unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten angesetzt und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen/aktivierungsfähigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert, abzüglich Einzelwertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen und Pauschalwertberichtigungen angesetzt.

Ausfallrisiken wurde durch Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch einen pauschalen Abschlag in Höhe von 1 % des nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestands Rechnung getragen.

Das ausgewiesene Bankguthaben wird zum Nominalbetrag angesetzt.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Passiva

Das Eigenkapital umfasst das "gezeichnete Kapital", die "eigenen Anteile", die "Kapitalrücklage" und den "Bilanzgewinn".

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung.

Bei den Rückstellungen sind alle ungewissen Verbindlichkeiten und sonstigen erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist.

Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Der nach § 268 Abs. 5 HGB auszuweisende Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr und von mehr als einem Jahr sowie der nach § 285 Abs. I Nr. 1a HGB auszuweisende Betrag der Verbindlichkeiten über 5 Jahre wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit im Rahmen der Darstellung eines Verbindlichkeitenspiegels angegeben.

In Fremdwährung lautende Forderungen und Vermögensgegenstände sowie Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind § 253 Abs. 1 S. 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 HS 2 HGB nicht anzuwenden.

Die Ermittlung der latenten Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzepts vorgenommen. Danach werden auf sämtliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren. Aktive und passive latente Steuern werden gemäß § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB getrennt ausgewiesen. Die Ermittlung der latenten Steuern beruht auf einem Steuersatz von 30%.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

IV. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Aktiva

Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens ist auf Blatt 12 dieses Anhangs (Anlagenspiegel) dargestellt.

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um die von der Gesellschaft selbst erstellte Software, die ständig erweitert wird. Die selbsterstellte Software wird über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen weist die Anteile an verbundenen Unternehmen an der ADSQUARE Inc. gegründet in Delaware, USA, an der ADSQUARE LIMITED London, Vereinigtes Königreich, an der ADSQUARE S.A.S, Paris, Frankreich, sowie an der ADSQUARE ITALY S.R.L. aus. Die ADSQUARE PTE LTD., Downtown Singapore, Singapur, hat im Berichtsjahr ihre Liquidation beschlossen. Die Beteiligung wurde handelsrechtlich abgeschrieben.

Des Weiteren werden Ausleihungen an die ADSQUARE INC. und an die ADSQUARE LIMITED Höhe von 5.851,15 T€ ausgewiesen.

Die Vorräte zum 31. Dezember 2024 betragen 107,59 T€ und betreffen u.a. unfertige Leistungen zu Aufträgen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2024 betragen 6.366,58 T€ und sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von 8,56 T€ und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 63,00 T€ gebildet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Kautionen in Höhe von 269,61 T€, sowie Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Umsatzsteuer.

Die liquiden Mittel zum 31. Dezember 2024 betragen 1.547,23 T€. Die Höhe der liquiden Mittel wurde bestimmt durch Guthaben bei Banken.

Die aktiven latenten Steuern betragen zum Jahresende 30,25 T€. Diese werden gemäß des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB getrennt von den passiven latenten Steuern ausgewiesen.

Passiva

Das Eigenkapital der Gesellschaft setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital, den eigenen Anteilen, der Kapitalrücklage und dem Bilanzgewinn.

Das "gezeichnete Kapital" besteht im Geschäftsjahr unverändert in Höhe von 63.481,00 €.

Der Bilanzgewinn setzt sich zusammen aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 288,95 T€ und dem Gewinnvortrag von 5.570,00 T€.

Es besteht eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB in Höhe des ausgewiesenen Buchwertes für die selbsterstellte Software nach Abzug der passiven latenten Steuern hierauf in Höhe von 2.979,87 T€

Die Rückstellungen enthalten überwiegend Steuerrückstellungen (765,14 T€) sowie Beträge für Personalkosten (Boni 113,60 T€/Urlaub 200,41 T€) und ausstehende Eingangsrechnungen (415,13 T€).

Die Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem Bezug von externen Leistungen im Zusammenhang mit der Erstellung der selbsterstellten Internetplattform, sowie Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 1.005,00 T€.

Zudem sind Verbindlichkeiten gegenüber den Tochtergesellschaften ADSQUARE FRANCE SAS, ADSQUARE ITALY UND ADSQUARE Itd. PTE in Höhe von 343,59 T€ enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.253,02 T€ enthalten u.a. Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 80,39 T€.

Die Verbindlichkeiten bestehen mit folgenden Restlaufzeiten in T€:

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegen über Kreditinstituten 0 0 0 0
Vorjahr 600 600 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.099 1.099 0 0
Vorjahr 1.745 1.745 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 344 344 0 0
Vorjahr 65 65 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.253 1.253 0 0
Vorjahr 281 281 0 0
Insgesamt 2.696 2.696 0 0
Vorjahr 2.691 2.691 0 0

Die angesetzten passiven latenten Steuern, die sich aus dem Ansatz der selbsterstellten Software sowie der Verwendung der Abschreibung für Digitalgüter ergeben, betragen zum Bilanzstichtag 1.317,65 T€ und ergibt damit eine Veränderung von 280,46 T€ gegenüber dem Vorjahr.

Im Geschäftsjahr wurde eine Abschreibung auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 975 vorgenommen, aufgrund von voraussichtlich dauernder Wertminderung. Es handelt sich dabei um die Beteiligung als auch die Ausleihungen an der ADSQUARE ltd. PTE, Singapur, da die Liquidation der Gesellschaft beschlossen wurde.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einem Gesamtbetrag in Höhe von 479,09 T€, die im Wesentlichen Mietverpflichtungen für Büroräume sowie Leasing von Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhalten.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr 24.638,76 T€ und sind im Vergleich zum Vorjahr um 10 % gestiegen.

Die Bestandsveränderungen betragen im Geschäftsjahr 252,56 T€. Dargestellt werden die Bestandsveränderungen unfertiger Leistungen.

Andere aktivierte Eigenleistungen betragen im Geschäftsjahr 1.016,60 T€ und erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 13,05 %.

Im Geschäftsjahr sind insgesamt Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 3.042,26 T€ (Vorjahr: 2.712,98 T€) angefallen: von den insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten wurden 1.849,16 T€ (Vorjahr: 1.913,15 T€) aktiviert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten v. a. Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 384,20 T€.

Der Materialaufwand enthält die von fremden Dritten geleisteten Dienstleistungen in Form von diversen Datensätzen und für den Betrieb der betrieblichen Software.

Hinsichtlich der Veränderung des Personalaufwandes verweisen wir auf die Erläuterung im Abschnitt „II. Ausweisänderung“

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Miete (524,20 T€), Rechts- und Beratungskosten (200,89 T€) und Serverkosten (1.825,78 T€) sowie Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von 195,49 T€.

V. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 74 Arbeitnehmer beschäftigt.

Inland 71
Ausland 3
Gesamt 74

Zu den vertretungsberechtigten Geschäftsführern der Gesellschaft waren

Herr Sebastian Doerfel, Berlin, Geschäftsführer & CFO,

Herr Fritz Richter, Berlin, Geschäftsführer & CTO und

Herr Tom Laband, Berlin, Geschäftsführer & CEO

bestellt.

Als Beiratsmitglieder waren im Geschäftsjahr 2024 bestellt:

―

Dr. Berthold von Freyberg, Partner Target Partners GmbH, München

―

Herr Sekip Can Gökalp, CEO Coda Platform Ltd., London

―

Herr Michael Schlüter, Vice President Markting Tech, Data & Analytics Springer Nature Group, Berlin

Auf die Angaben nach § 285 Nr. 9 a) und b) HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Den Organmitgliedern der Gesellschaft wurden weder Kredite gewährt, noch Vorschüsse gezahlt.

Bürgschaften zugunsten der Organmitglieder wurden nicht eingegangen.

Da im Berichtsjahr der Gewinn in der Handelsbilanz insgesamt höher ausfällt, als in der Steuerbilanz, ist der fiktive Steueraufwand in der Handelsbilanz zu niedrig und es müssen passive latente Steuern angesetzt werden, § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB. Die passiven latenten Steuern unter Berücksichtigung eines individuellen Steuersatzes in Höhe von 30% betragen im Berichtsjahr ca. 1.317,65 T€.

Ereignisse nach dem Stichtag

Am 15. Januar 2025 beschloss der Beirat die Ausleihungen an die Tochtergesellschaft adsquare Inc, USA i.H.v 4.802,61 T€ in Eigenkapital umzuwandeln.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 5.858,95 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, 30. Juni 2025

Sebastian Doerfel, Geschäftsführer

Tom Laband, Geschäftsführer

Fritz Richter, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2024 Zugänge Umbuchungen Abgänge
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.204.256,39 1.849.157,93 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.265,29 0,00 0,00 0,00
7.216.521,68 1.849.157,93 0,00 0,00
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 342.190,75 3.557,70 0,00 67.568,51
342.190,75 3.557,70 0,00 67.568,51
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 136.973,78 0,00 -101.473,65 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.833.114,57 0,00 101.473,65 108.668,94
6.970.088,35 0,00 0,00 108.668,94
14.528.800,78 1.852.715,63 0,00 176.237,45
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
31. Dez. 2024 1. Jan. 2024 Zugänge Abgänge
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 9.053.414,32 3.787.493,39 968.387,84 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.265,29 4.643,88 0,00 0,00
9.065.679,61 3.792.137,27 968.387,84 0,00
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 278.179,94 243.085,75 45.932,70 65.362,51
278.179,94 243.085,75 45.932,70 65.362,51
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 35.500,13 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.825.919,28 0,00 974.760,92 0,00
6.861.419,41 0,00 974.760,92 0,00
16.205.278,96 4.035.223,02 1.989.081,46 65.362,51
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2024 31. Dez. 2024 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.755.881,23 4.297.533,09 3.416.763,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.643,88 7.621,41 7.621,41
4.760.525,11 4.305.154,50 3.424.384,41
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 223.655,94 54.524,00 99.105,00
223.655,94 54.524,00 99.105,00
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 35.500,13 136.973,78
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 974.760,92 5.851.158,36 6.833.114,57
974.760,92 5.886.658,49 6.970.088,35
5.958.941,97 10.246.336,99 10.493.577,76

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024

I. Allgemeine Geschäftstätigkeit der Gesellschaft

Die adsquare GmbH ist einer der weltweit führenden Anbieter für die Entwicklung, den Vertrieb und die Vermarktung von Technologien zur Segmentierung und Analyse von Zielgruppen im Bereich digitaler Werbung und kontextbasierter Geoinformationen sowie für den Support und die Weiterentwicklung der zugrundeliegenden Technologieplattform.

Werbetreibende und Agenturen haben über die eigens entwickelte Plattform die Möglichkeit, ihre Werbekampagnen auf Basis verschiedener Datenkategorien zu messen, zu analysieren und weiter zu optimieren. Dazu integriert die Adsquare-Plattform die Daten in weltweit führende Marketing-Plattformen wie Google, The Trade Desk oder Meta, die den gemeinsamen Kunden die Umsetzung ihrer Kampagnen ermöglichen. Darüber hinaus kann die Adsquare-Plattform zur Planung und Analyse von Standorten im Bereich der klassischen und digitalen Außenwerbung eingesetzt werden. Mit Hilfe der Adsquare-Plattform ist es möglich, durch Frequenzmessung und Zuordnung von Shopbesuchen die Kundenfrequenz deutlich zu verbessern.

Durch die mehrjährige Entwicklung einer proprietären Technologie verfügt die adsquare GmbH über einen nachhaltigen, strategischen Wettbewerbsvorteil („Unique Value Proposition“). Die eigens entwickelte Technologie stellt eine hohe Marktbarriere für neue Anbieter dar, da eine mögliche Kopie der Technologie durch bestehende oder neue Wettbewerber sehr hohe Investitionskosten erfordern würde.

Die adsquare GmbH wurde 2012 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Berlin, Deutschland. Das Unternehmen bietet seine Lösungen international an und vertreibt seine Plattform weltweit mit weiteren 100%igen Tochtergesellschaften in folgenden Ländern:

―

USA (Adsquare Inc., seit 2017)

―

Singapur (Adsquare Pte. Ltd., seit 2019)

―

Vereinigtes Königreich (Adsquare Limited, seit 2020)

―

Frankreich (Adsquare France SAS, seit 2023)

―

Italien (Adsquare Italy Srl., seit 2024)

Daneben unterhält die Gesellschaft digitale Repräsentanzen in Madrid und Hongkong.

Das vergangene Jahr war für Adsquare eine Zeit der Expansion und Produktinnovation, die die Rolle des Unternehmens als Marktführer im Bereich des standortbasierten Programmatic Advertising stärkte. Adsquare hat sein Wertversprechen in den Bereichen Analyse, Aktivierung, Messung und Attribution durch ein kontinuierliches Engagement für Datenschutz und Echtzeiteinblicke geschärft. Umsatzseitig stellen die USA den wichtigsten Absatzmarkt dar.

Zu den wichtigsten Meilensteinen zählen die Weiterentwicklung und der Kunden-Rollout der Adsquare OnePlatform - einer umfassenden Schnittstelle, die Standortanalyse, Targeting und Attribution in einer einzigen, intuitiven Umgebung vereint. Aufbauend auf dem Beta- Launch im Jahr 2023 wurde die Plattform im Jahr 2024 erheblich weiterentwickelt, so dass Kunden nahtlos und in Echtzeit von Insights zur Aktivierung über DSPs wechseln können.

Diese Schnittstelle spiegelt die Vision von Adsquare wider, fragmentierte Datensilos zu überbrücken und Vermarktern Präzision und Agilität zu bieten.

2024 markiert zudem eine wichtige Entwicklung für Adsquare mit der Einführung von Adsquare Curation - einer neuen Lösung, die entwickelt wurde, um die Art und Weise zu verändern, wie Werbetreibende auf leistungsstarke programmatische Kampagnen zugreifen und diese aktivieren. Adsquare Curation baut auf den Kernkompetenzen der Gesellschaft im Bereich Privacy-First Location Intelligence auf und bietet gleichzeitig einen optimierten Zugang zu Premium-Inventar über wichtige Kanäle wie Mobile, Desktop, CTV und Digital Out-of-Home.

II. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche

Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) geht in seiner Jahresendprognose für das Jahr 2024 von einem Wachstum der Werbewirtschaft auf insgesamt 50,21 Mrd. Euro aus (+2,9%). Die Investitionen in Werbung stiegen auf rund 38,36 Mrd. Euro (+3,7%), die Netto-Werbeeinnahmen der Medien auf 27,03 Mrd. Nachdem die deutsche Werbekonjunktur in den vergangenen zwei Jahren im Vergleich zu anderen Werbemärkten deutlich zurückgeblieben war, investierten die Werbungtreibenden in diesem Jahr wieder verstärkt in ihre Marken und fanden dafür trotz Kostendrucks, schwacher Gesamtkonjunktur und erheblicher Unsicherheiten offenbar überzeugende Anlässe und Gründe. 2024 war ein Super-Sportjahr, die Inflation ging zurück. Der schwachen Konsumstimmung wurde vor allem in den ersten drei Quartalen mit verstärktem Engagement in der Marktkommunikation und der damit verbundenen Wertschöpfung begegnet. (Quelle: ZAW, 12/2024)

Ein wesentlicher Treiber für die im Kontext der gesamtwirtschaftlichen Lage vergleichsweise positive Entwicklung des Werbemarktes bleibt zudem das überproportionale Wachstum der digitalen Werbung. Unverändert ist auch der Trend, dass innerhalb der digitalen Werbeträger einige wenige Plattformen überdurchschnittlich wachsen und Investitionen aus anderen Bereichen dorthin fließen. Für den Wettbewerb und die Medienvielfalt im Netz ist dies bedenklich.

Das ZAW-Trendbarometer vom November 2024 zeigt, dass die Stimmung in der Werbewirtschaft einen Tiefpunkt erreicht hat. Als wesentliche Faktoren werden fehlende Investitions- und Ertragserwartungen sowie die Bürokratie als zentraler Belastungsfaktor genannt. (Quelle: ZAW, 12/2024)

Für das kommende Jahr 2025 sind die konsequente marktwirtschaftliche Ausrichtung Deutschlands und eine wettbewerbsorientierte Regulierung entscheidend für den zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg der Werbewirtschaft. Ebenso wichtig sind die Vermeidung von Bürokratie und die Verbesserung des Konsumklimas. Knapp 80 Prozent halten zudem sinkende Strom- und Rohstoffkosten für notwendig, um eine positive wirtschaftliche Entwicklung der Branchen zu gewährleisten. (Quelle: ZAW, 12/2024)

Der jährliche Bericht “Attitudes to Programmatic Advertising" von IAB Europe zeigt, dass die Investitionen in programmatische Werbung weiter steigen, während sich die verschiedenen Channel-Strategien weiterentwickeln.

Ein signifikanter Anteil der Werbetreibenden und Agenturen kauft mittlerweile mehr als 41 Prozent ihrer Display-, Mobile- und Video-Kampagnen programmatisch ein. Das Display- Segment verzeichnet weiterhin solide programmatische Investitionen, wobei 68 Prozent der Agenturbudgets programmatisch vergeben werden, verglichen mit 40 Prozent bei den Werbetreibenden. Ähnliche Muster sind bei Mobile- und Video-Werbung zu beobachten, wobei Agenturen bei der programmatischen Einführung dieser Formate führend sind, was die Rolle von Programmatic bei der Erfüllung der Anforderungen der heutigen Medienlandschaft unterstreicht.

Der Fokus der Werbetreibenden hat sich auf das Targeting verlagert, das nun als Hauptgrund für Investitionen in programmatische Werbung genannt wird. Dies bedeutet eine Abkehr von der Fokussierung auf die operative Effizienz der vergangenen Jahre. Agenturen legen jedoch weiterhin Wert auf Kosteneffizienz, während Publisher operative Effizienz und skalierbares Inventar als entscheidende Faktoren betrachten. Obwohl viele der Nachhaltigkeit Priorität einräumen, rangiert sie als direkter Treiber für Investitionen in Programmatic Advertising weiter unten.

Künstliche Intelligenz (KI), Connected TV (CTV) und Retail Media werden als die wichtigsten Wachstumstreiber für die Zukunft des Programmatic Advertising gesehen, wobei 36% Kl als den wichtigsten Wachstumstreiber nennen. Während sich die Branche auf eine Welt nach den Cookies vorbereitet, bleiben First-Party-Daten und kontextbezogenes Targeting die wichtigsten Strategien, um Erkenntnisse über die Zielgruppe zu gewinnen.

Diese Ergebnisse verdeutlichen die dynamische Natur der programmatischen Werbung und die Notwendigkeit, sich auf zukünftige Veränderungen vorzubereiten, während Nachhaltigkeit und künstliche Intelligenz in den Mittelpunkt der Werbestrategien rücken. (Quelle: IAB Europe, 11/2024)

Die Ausgaben für programmatische digitale Display-Werbung in den USA werden laut einer Prognose von EMARKETER im Jahr 2024 insgesamt 156,82 Mrd. US-Dollar betragen. Nach mehreren Jahren des rasanten Wachstums hat sich das Wachstum der Ausgaben für programmatische Online-Werbung verlangsamt, wird aber im Jahr 2024 immer noch 15,2% erreichen. Von 2013 bis 2024 sind die programmatischen Werbeausgaben für mobile Geräte explodiert und haben sich auf CTV ausgeweitet. Im gleichen Zeitraum stiegen die Ausgaben für programmatische digitale Display-Werbung in den USA von 4,99 Mrd. US-Dollar auf 156,82 Mrd. US-Dollar. (Quelle: EMARKETER, 06/2024). Die USA sind umsatzseitig adsquares stärkster Markt mit dem größten programmatischen Anzeigenmarkt weltweit.

Adsquare ist für das Jahr 2025 nicht nur durch seine globale geografische Ausrichtung gut gerüstet, sondern auch durch seine Lösungen für Contextual Targeting, panelbasierte Indexberechnungen für programmatische Out-of-Home-Werbung (OOH) und die Weiterentwicklung von OnePlatform. Alle diese Produkte adressieren zukunftsweisende Themen und tragen dazu bei, die Effizienz von Werbekampagnen über verschiedene Medienformate hinweg zu verbessern und den Bedürfnissen der Werbetreibenden gerecht zu werden.

III. Geschäftsentwicklung

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2024 ist im Wesentlichen durch den Ausbau der globalen Marktposition und damit durch die Parallelität von Umsatzsteigerung und Infrastrukturausbau geprägt. Die adsquare GmbH erwirtschaftet Umsätze im Wesentlichen in den Bereichen Activation (Audience & Proximity Targeting), Measurement, Analytics (Out-of-Home & Location Analytics) und Attribution. Das Wachstum resultiert neben Neukunden vor allem aus langfristigen Kundenbeziehungen und dem Upselling von Produkten an Bestandskunden.

Die Umsatzerlöse sind ein bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator der adsquare GmbH. Sie erzielte einen Gesamtumsatz von 24,6 Mio. € (i.V. 22,4 Mio. €), was einem Wachstum von 10,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die erzielten Umsätze liegen somit unter den Planwerten für 2024. Das Nichterreichen der Planwerte ist im Wesentlichen auf die gesamtwirtschaftlichen Veränderungen und die daraus resultierende Zurückhaltung der Werbungtreibenden bei ihren Budgetentscheidungen zurückzuführen. Insbesondere in einem von wirtschaftlicher Unsicherheit und verändertem Konsumverhalten geprägten Umfeld haben viele Unternehmen ihre Marketing- und Werbeausgaben angepasst oder verschoben. Darüber hinaus wirkten sich der gestiegene Wettbewerbsdruck und die Preissensibilität auf Kundenseite zusätzlich auf die Umsatzentwicklung aus.

Der Jahresüberschuss von 289 T€ stellt einen Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr (i.V. 2,0 Mio. €) dar. Das Ergebnis liegt damit deutlich unter den Planwerten und ist im Wesentlichen durch die geringeren Umsatzerlöse (-3.400 T€), die Abschreibungen auf Finanzanlagen (-975 T€) sowie die Vertragsumstellung der Tochtergesellschaften (-2.701 T€) beeinflusst.

Das Betriebsergebnis (EBIT) ist eine zentrale Steuerungsgröße für die Beurteilung der Ertragskraft des Unternehmens aus operativer Tätigkeit vor Zinsen und Steuern. Im Berichtsjahr verringerte sich das Betriebsergebnis um 1.906 T€ auf 768 T€ (Vorjahr: 2.674 T€). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf höhere sonstige betriebliche Aufwendungen zurückzuführen, die im Vergleich zu den Umsatzerlösen überproportional gestiegen sind.

Das EBIT bleibt dennoch eine wesentliche Kennzahl für die operative Steuerung und die Bewertung der Geschäftsentwicklung.

Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens positiv. Die digitale Werbebranche ist aufgrund ihrer Abhängigkeit vom Konsumverhalten, den Unternehmensinvestitionen und der technologischen Entwicklung sehr sensibel gegenüber makroökonomischen Veränderungen. Der wichtigste kurzfristige Einflussfaktor ist die Zinsentwicklung, da diese über Konsum und Unternehmensinvestitionen entscheidet. Langfristig ist KI der größte strukturelle Gamechanger - sie wird die gesamte Branche neu definieren.

Im zweiten Halbjahr 2023 hat die Gesellschaft die Methode der Verrechnungspreise mit ihren Tochtergesellschaften von einer provisionsbasierten Abrechnung zur Kostenaufschlagsmethode (im Folgenden Cost Plus) geändert. Zum Stichtag hat die adsquare GmbH fünf Tochtergesellschaften in verschiedenen Märkten, welche alle zu 100 % im Besitz der Muttergesellschaft adsquare GmbH sind. Alle Tochtergesellschaften agieren als unabhängige Geschäftseinheiten im Namen der Muttergesellschaft. Cost Plus wird zur ordnungsgemäßen Zuordnung von Erträgen verwendet, um die Steuerverbindlichkeiten in jedem Land zu ermitteln. Der Gewinnzuschlag (Mark-up) wurde im Oktober 2024 für die Tochtergesellschaften in Großbritannien und den USA von 8% auf 10% erhöht.

IV. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung der Ertragslage

Die nachfolgende betriebswirtschaftliche Auswertung stellt die Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2024 2023 Diff.
T€ % T€ % T€
Umsatzerlöse 24.639 95,10 22.374 95,18 2.265
Bestandsveränderungen 253 0,97 -39 -0,17 292
Andere aktivierte Eigenleistungen 1.017 3,92 1.173 4,99 -156
Gesamtleistung 25.908 100,00 23.507 100,00 2.401
Sonstige betriebliche Erträge 611 2,36 688 2,93 -78
Materialaufwand 7.393 28,54 6.850 29,14 544
Personalaufwand 6.699 25,86 7.293 31,02 -594
Abschreibungen 1.014 3,92 549 2,33 466
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.669 37,32 6.830 29,05 2.839
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 196 0,76 173 0,74 23
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 975 0,04 0 0,00 975
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 75 0,29 21 0,09 54
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 601 2,32 868 3,69 -267
Ergebnis nach Steuern 289 1,12 1.959 8,33 -1.670
Sonstige Steuern 0 0,00 1 0,01 -1
Jahresüberschuss 289 1,12 1.957 8,33 -1.668

Die wesentliche Ertragskomponente ist der Umsatzerlös aus dem Vertrieb digitaler Produkte in Höhe von 24,6 Mio. €. Davon entfallen auf Leistungen von Kunden mit Sitz in Drittland 65,2% (i.V. 60,5%), auf Leistungen von Kunden mit Sitz innerhalb der Europäischen Union 28,5% (i.V. 30,7%) und auf Leistungen von Kunden mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland 6,3% (i.V. 8,8%). Das Wachstum resultiert neben Neukunden überwiegend aus langfristigen Kundenbeziehungen und Produkt-Upselling an existierende Kunden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 384 T€ (i.V. 478 T€) und somit gegenüber dem Vorjahr eine Reduzierung um 94 T€.

Der Materialaufwand beinhaltet die von fremden Dritten erbrachten Leistungen in Form von diversen Datensätzen. Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr (6.850 T€) um 543 T€ auf 7.393 T€ gestiegen. Dies resultiert unter anderem aus dem Anstieg der Umsatzerlöse und damit der umsatzabhängigen Datenkosten im Bereich Revenue Shares Destination Partner.

Der Anstieg der Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus der Umstellung auf Cost Plus in Höhe von 3.437 T€, der Erhöhung der passiven latenten Steuern um 280 T€ aufgrund der höheren Bewertung der selbsterstellten Software sowie der Inanspruchnahme der Abschreibung für digitale Güter, der Erhöhung der Forderungsverluste um 96 T€ und der Erhöhung der Serverkosten um 44 T€. Der Anstieg der Aufwendungen ist wachstumsbedingt.

Das Unternehmensergebnis (EBIT) der adsquare GmbH fiel im Berichtsjahr um 1.906 T€ auf 768 T€ (i.V. 2.674 T€). Dies ist im Wesentlichen auf höhere sonstige betriebliche Aufwendungen zurückzuführen, die im Vergleich zu den Umsatzerlösen stärker gestiegen sind.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Gesamtleistung um 2.401 T€ erhöht, bei einer gleichzeitigen Erhöhung der Aufwendungen um 2.839 T€ ergibt sich eine Verringerung des Jahresergebnisses um 1.668 T€.

2. Entwicklung der Finanzlage:

Die Finanzlage zum 31.12.2024 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2024 2023
Kapitalflussrechnung Gliederungsschema in T€ in T€
1 + Periodenergebnis 289 1.958
2 = Mittelzufluß aus laufender Geschäftstätigkeit 2.213 3.647
3 = Mittelabfluß aus der Investitionstätigkeit -1.930 -3.221
4 = Mittelabfluß aus der Finanzierungstätigkeit -675 -936
5 - Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -392 -510
6 + Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 1.555 2.065
7 = Finanzmittelbestand am Ende der Periode 1.162 1.555

Im vorliegenden Geschäftsjahr hat die Gesellschaft einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 2,2 Mio. € (i.V. 3,6 Mio €) erzielt.

Aufgrund der hohen Investitionen in das immaterielle Sachanlagevermögen sowie die weiteren an Tochterunternehmen ausgegebenen Darlehen (Finanzanlagen) ergibt sich ein negativer Cashflow aus der Investitionstätigkeit.

Die liquiden Mittel betragen zum Stichtag 1,2 Mio. € (i.V. 1,6 Mio. €). In Höhe von 6,4 Mio. € liegen Forderungsbestände vor, die entsprechend den Erfahrungswerten der Vergangenheit einzel- und pauschalwertberichtigt sind.

Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr durch Darlehen in Form einer Working-Capital- Finanzierung (Forderungsfinanzierung) in Höhe von 1.005 T€ mitfinanziert. Für diese Finanzierung wurden im Berichtsjahr Zinsen in Höhe von 55 T€ gezahlt. Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme dieser Working-Capital-Finanzierung sowie der sehr hohen Tilgung/Rückzahlung.

Die adsquare GmbH war zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses existieren ausreichend liquide Mittel, um die Zahlungen der Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu gewährleisten. Liquiditätsengpässe waren auch bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht zu verzeichnen.

3. Entwicklung der Vermögenslage

Die Vermögenslage zum 31.12.2024 stellt sich wie folgt dar:

31.12.2024 31.12.2023 Diff.
Aktiva T€ % T€ % T€
Anlagevermögen 10.246 55,03 10.494 57,86 -248
Vorräte 108 0,58 26 0,14 81
Forderungen u. sonstige Verm. 6.960 37,38 5.827 32,13 1.133
Flüssige Mittel 1.163 6,24 1.555 8,57 -392
Rechnungsabgrenzungsposten 114 0,61 167 0,92 -53
Aktive latente Steuern 30 0,16 68 0,38 -38
Summe 18.620 100,00 18.137 100,00 483
Passiva
Eigenkapital 12.808 68,79 12.519 69,03 289
Rückstellungen 1.799 9,66 1.890 10,42 -91
Verbindlichkeiten 2.696 14,48 2.691 14,84 5
Passive latente Steuern 1.318 7,08 1.037 5,72 280
Summe 18.620 100,00 18.137 100,00 483

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Im Wesentlichen ergab sich die Erhöhung aus den Zugängen zu den selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 881 T€ (i.V. 1.432 T€).

Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 1.133 T€ resultiert aus den im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Umsatzerlösen, im Wesentlichen saisonal bedingt durch das umsatzstärkste 4. Quartal.

Der Bestand an liquiden Mitteln ist mit einer Veränderung von 392 T€ gegenüber dem Vorjahr (510 T€) gesunken.

Das Eigenkapital ist durch Erzielung eines positiven Jahresergebnisses um 289 T€ (i.V. 1.958 T€) gestiegen.

Der Rückgang der Rückstellungen um 91 T€ resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Steuerrückstellungen, bedingt durch das im Vergleich des Vorjahrs gesunkene Jahresergebnis.

Die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten um 972 T€ ist auf die Aufnahme des Darlehens in Höhe von 1.005 T€ zurückzuführen.

Der Anstieg der Passiva ist auch auf die Zunahme der passiven latenten Steuern zurückzuführen, die auf der handelsrechtlichen Aktivierung und der jährlichen Abschreibung sowie dem steuerlichen Verbot der Aktivierung (§ 5 Abs. 2 EStG) der selbst geschaffenen immateriellen Adsquare-Plattform basieren.

V. Gesamtaussage

Die Entwicklung im Geschäftsjahr verlief vor dem Hintergrund des Weiteren nationalen und internationalen Auf- und Ausbaus der Geschäftsaktivitäten aus Sicht der Geschäftsführung im Wesentlichen planmäßig und zufriedenstellend. Das globale BIP-Wachstum wird 2024 bei rund 3,0 % und damit leicht unter dem langjährigen Durchschnitt liegen. Die Weltwirtschaft befindet sich nicht in einer tiefen Rezession, allerdings ist in den Industrie- und Schwellenländern eine spürbare Abschwächung zu verzeichnen, die vor allem auf eine restriktive Geldpolitik und geopolitische Spannungen zurückzuführen ist. Haupttreiber des Wachstums sind der US-Konsum, eine robuste Dienstleistungswirtschaft und Investitionen in die grüne und digitale Transformation. Das Unternehmen konnte sowohl den Umsatz als auch die Gesamtleistung steigern. Der Finanzmittelbestand lag zum Ende des Berichtszeitraums auf Vorjahresniveau.

VI. Prognosebericht

Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Für das kommende Geschäftsjahr 2025 erwartet die adsquare GmbH ein weiteres Umsatzwachstum. Die Gesellschaft wird sich sowohl auf die internationale Ausweitung der Geschäftstätigkeit zur Stärkung der Vertriebsstruktur als auch auf die Entwicklung neuer Lösungen konzentrieren, um das Wachstum der vergangenen Jahre fortzusetzen.

Insbesondere durch die Weiterentwicklung in den Kernbereichen der adsquare GmbH sowie die geplante weitere Ausweitung des Geschäftsbetriebes - vor allem im internationalen Bereich - ist ein stabiles Wachstum zu erwarten.

Eine gewisse Unsicherheit des Werbemarktes - aufgrund der direkten Abhängigkeit von den Werbebudgets der Kunden und den derzeit starken konjunkturellen Schwankungen - besteht zwar weiterhin, aufgrund der globalen Ausrichtung der adsquare GmbH und ihrer Tochtergesellschaften geht die Gesellschaft jedoch davon aus, dass dies kein wirtschaftlich relevantes Risiko darstellt.

Für das Geschäftsjahr 2025 wird wieder ein Jahresumsatz von 33 Mio € und ein Jahresüberschuss von über 2,0 Mio. € angestrebt.

VII. Chancen- und Risikobericht

1. Risiken

• Konjunkturelle und volkswirtschaftliche Risiken

Die deutsche Wirtschaft steht auch 2024 unter Druck. Nach einem schwachen Vorjahr bleibt das Wachstum verhalten, belastet durch hohe Zinsen, Investitionszurückhaltung und eine schwächelnde Industrieproduktion. Besonders betroffen sind die Baubranche sowie exportorientierte Branchen, da die Nachfrage wichtiger Handelspartner wie China und den USA gedämpft ist. Hinzu kommen strukturelle Herausforderungen wie der Fachkräftemangel, hohe Energiepreise und die schleppende Transformation in Richtung Digitalisierung.

Geopolitische Unsicherheiten sowie volatile Energie- und Rohstoffmärkte erhöhen die Planungsrisiken zusätzlich. Für Unternehmen bleibt daher eine vorausschauende und resiliente Ausrichtung unerlässlich, um sich in einem anspruchsvollen Umfeld zu behaupten. (Quelle: ifo Institut, 12/2024)

Markt- und Branchenrisiken

Rückblickend auf das Jahr 2024 ist der Markt für digitale Werbung und Programmatic Advertising von einer Vielzahl von Risiken geprägt, die die Branche herausfordern. Das anhaltend schwache wirtschaftliche Umfeld in Europa und die verhaltenen globalen Wachstumsaussichten führen dazu, dass viele Unternehmen ihre Werbeausgaben vorsichtig planen oder reduzieren. Insbesondere markenorientierte Budgets und experimentelle Formate wie neue programmatische Kanäle (z.B. Connected TV) stehen unter Druck. Für Anbieter von programmatischer Werbung bedeutet dies ein verschärftes Wettbewerbsumfeld, sinkende CPMs und potenzielle Umsatzeinbußen bei gleichzeitig steigendem Investitionsbedarf in Technologie und Compliance.

Die branchenweite Abschaffung von Drittanbieter-Cookies setzte sich 2024 fort, auch wenn Google die endgültige Abschaffung von Chrome aufgrund regulatorischen Drucks und technischer Hürden auf 2025 verschoben hat. Targeting, Frequency Capping und Conversion Attribution werden dadurch deutlich erschwert. Ohne belastbare Alternativen auf Basis von First-Party-Daten oder Contextual Targeting besteht die Gefahr, dass Kampagnen an Effizienz und Skalierbarkeit verlieren. Dies betrifft insbesondere kleinere Plattformen und Werbetreibende mit eingeschränktem Datenzugang. Trotz dieser Verzögerung hat sich der Großteil der Branche proaktiv auf eine Zukunft ohne Cookies vorbereitet und in alternative Targeting-Methoden investiert. (Quelle: Digiday, 03/2024).

• Regulatorische Risiken

Das Geschäftsmodell der adsquare GmbH basiert in hohem Maße auf der Auswertung von Daten. Dies beinhaltet die Suche nach neuen Datengrundlagen, um personalisierte Werbebotschaften an die richtigen Zielgruppen auszuspielen und den Erfolg der Kampagnen zu messen. Dabei werden Daten aus Geschäftsbereichen wie Logistik, Vertrieb und Finanzen eine zunehmend größere Rolle spielen. Risiken bestehen darin, dass infolge von staatlichen Regulierungen möglicherweise Schwierigkeiten bestehen, relevante Informationen zu erhalten und nutzen zu dürfen, um personalisierte Werbebotschaften an die richtigen Zielgruppen auszuspielen. Im Hinblick auf den Werbemarkt gibt es mehrere regulatorische Risiken zu berücksichtigen, die sich auf nationaler und europäischer Ebene ergeben können.

So ist in der Bundesrepublik Deutschland im Dezember 2021 das Telekommunikation- Telemedien-Datenschutzgesetz (TTDSG) in Kraft getreten. Kern des Gesetzes sind Verschärfungen der Anforderungen an Cookies, Regelungen zur Einwilligung von Datenlieferanten, die Anbieter von Telemediendiensten sind, sowie höhere Strafen und Bußgelder.

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union hat den Umgang mit personenbezogenen Daten verschärft und stellt hohe Anforderungen an die Einwilligung von Nutzern in die Verarbeitung ihrer Daten. In Zukunft müssen Werbetreibende mit weniger personenbezogenen Daten auskommen. Werbetreibende müssen sicherstellen, dass sie die DSGVO-Vorschriften einhalten, um Bußgelder und rechtliche Probleme zu vermeiden.

Die Verwendung von Cookies und anderen Tracking-Technologien wird immer stärker reguliert. Browserhersteller wie Apple und Mozilla haben bereits Maßnahmen ergriffen, um Cookies von Drittanbietern zu blockieren oder einzuschränken. Google plante im Laufe des Jahres 2024, die Nutzung von Cookies durch Drittanbieter ebenfalls sukzessive zu limitieren und im Jahr 2025 komplett einzuschränken, hat diese Bestrebungen jedoch mittlerweile wieder eingestellt und wird den Nutzern stattdessen mehr Transparenz beim Teilen von Daten geben. Die ePrivacy-Verordnung der Europäischen Union könnte die Regulierung von Cookies weiter verschärfen. Insgesamt führt dies zu einer Einschränkung hinsichtlich der Personalisierbarkeit von Inhalten und Werbung. (Quelle: Reuters, 04/25)

Es gibt bestimmte Arten von Werbung, die durch Gesetze und Verordnungen eingeschränkt oder verboten sind, wie z.B. Tabakwerbung oder Werbung für ungesunde Lebensmittel. Darüber hinaus können bestimmte Werbeformen wie Targeting, Retargeting oder Native Advertising von den Regulierungsbehörden kritisch betrachtet werden.

Eine ähnliche Situation ist auf dem US-Markt zu beobachten, wo jedes Jahr weitere Bundesstaaten neue Vorschriften zum Datenschutz einführen, ohne dass es auf Bundesebene ein umfassendes Gesetz gibt. Im Rahmen einer detaillierten Analyse der Vorschriften und des Marktes konnte jedoch festgestellt werden, dass die meisten neuen staatlichen Gesetze mit wenigen Ausnahmen Vorschriften ähnlich der DSGVO umgesetzt haben, was Adsquare einen Wettbewerbsvorteil gegenüber US-Unternehmen verschafft, die bislang keine höheren Standards beim Datenschutz angewendet haben.

Die adsquare GmbH sieht sich daher weiterhin gut aufgestellt, da die Einhaltung des Datenschutzes seit jeher zu den festen Unternehmensgrundsätzen gehört. Mögliche rechtliche Risiken aus Verstößen gegen Datenschutzgesetze, insbesondere im Bereich personenbezogener Daten, bleiben jedoch bestehen und werden mit der gebotenen Vorsicht gehandhabt und teilweise unter Einbeziehung interner und externer Datenschutzexperten kontrolliert.

Fremdwährungsrisiken

Der Großteil der Einnahmen wird in USD erzielt, während der Großteil der Ausgaben in EUR anfällt. Adsquare ist daher Währungsrisiken ausgesetzt, die sich insbesondere aus Wechselkursschwankungen zwischen EUR und USD ergeben. Fremdwährungsrisiken resultieren zudem aus Darlehen an ausländische Tochtergesellschaften.

• Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko der adsquare GmbH resultiert im Wesentlichen aus den Zahlungszielen der Kunden und Lieferanten sowie dem Zahlungsverhalten der Kunden. Durch interne Maßnahmen ist das Zahlungsausfallrisiko gering. Zur Minderung möglicher Liquiditätsrisiken besteht die Möglichkeit der Forderungsfinanzierung über einen Dienstleister. Im Geschäftsjahr 2024 wurde von diesem Instrument Gebrauch gemacht, um insbesondere auf absehbare Schwankungen im Cashflow flexibel reagieren zu können.

Die dargestellten Risiken können sich negativ auf die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis der Gesellschaft auswirken. Eine Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeiten lässt sich aufgrund der bestehenden Unsicherheiten nicht vornehmen.

2. Chancen

Die adsquare GmbH verfügt über eine starke Marktposition, die durch einen technologischen Vorsprung, eine etablierte Marktposition und ein positives Markenimage gestützt wird. Kontinuierliche Investitionen in Mobile und Programmatic Advertising ermöglichen eine effiziente Zielgruppenansprache und maximale Reichweite.

Ein möglicher Markteintritt neuer Wettbewerber in diesem spezifischen Segment würde erhebliche Investitionen und eine lange Vorlaufzeit erfordern. Die Wettbewerbsfähigkeit und strategische Positionierung der adsquare GmbH wird auch durch die kontinuierliche Weiterentwicklung des Geschäftsmodells sichergestellt.

Adsquare ist mit Lösungen, die nicht auf Cookies von Drittanbietern angewiesen sind, gut positioniert. Unsere ID-Precise Daten ermöglichen ein deterministisches Targeting über MAIDs und First-Party Signale, während unsere Geo-Contextual Daten eine standortbezogene Aktivierung in Echtzeit unterstützen und somit leistungsstarke Cookiefreie Targeting Alternativen bieten. Werbetreibende bevorzugen zunehmend solche kontextbezogenen und datenschutzfreundlichen Lösungen, um Genauigkeit und Compliance zu gewährleisten. Laut Statista planen fast 50% der Marketingverantwortlichen, ihre Budgets für kontextbezogenes Targeting zu erhöhen.

Die beschriebenen regulatorischen Risiken im Rahmen des Datenschutzes stellen für die adsquare GmbH auf der anderen Seite aber auch eine Chance dar, die bestehenden kontextbasierten Lösungen, ohne die Nutzung personenbezogener Daten stärker am Markt zu positionieren und parallel dazu durch Aggregation und Statistik verstärkt Analysedienste zu entwickeln, die auf Basis deutlich kleinerer Datenmengen aussagekräftige Informationen über Zielgruppen und Werbeerfolg liefern können. Damit bietet adsquare Werbetreibenden mehr Kontrolle und Transparenz in einem zunehmend regulierten Umfeld. Mit Produkten wie Realtime Attribution, Incremental Measurement und granularer Reichweitenanalyse helfen wir Werbetreibenden ihren Return on Investment zu messen und zu optimieren, was adsquare zu einem strategischen Partner in Zeiten knapper Budgets macht. Unser Fokus auf umsetzbare Insights und ergebnisbasierte Metriken entspricht dem Wunsch der Marketer nach messbarer Performance.

Es ist davon auszugehen, dass mögliche negative Effekte aus kurzfristigen Kosteneinsparungen aufgrund der angespannten konjunkturellen Lage durch positive Effekte aus der Markttransformation kompensiert werden können. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

Die dargestellten Chancen können sich positiv auf den Umsatz und das Jahresergebnis des Unternehmens auswirken. Eine Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit ist aufgrund der bestehenden Unsicherheiten nicht möglich.

 

Berlin, den 30. Juni 2025

Sebastian Doerfel, Geschäftsführer

Tom Laband, Geschäftsführer

Fritz Richter, Geschäftsführer