| Firma | Information | Bezeichnung |
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adsquare GmbH, Berlin | Rechnungslegung / Finanzberichte Unternehmensregister | Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Datum: 20.11.2024Sprache: Deutsch |
adsquare GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Die allgemeinen Vorschriften der §§ 238 bis 263 HGB für alle Kaufleute sowie die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB wurden beachtet. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 und 275 HGB. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 266, 274 a, 276, 288 HGB und dem Unterlassen von Angaben gem. § 286 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht: Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Amtsgericht Charlottenburg Registernummer: HRB 171194 B Firmenname laut Registergericht: adsquare GmbH Firmensitz laut Registergericht: Saarbrücker Str. 36, 10405 Berlin II. Ausweisänderung gegenüber dem Vorjahr Im Geschäftsjahr erfolgte eine Ausweisänderung hinsichtlich der aktiven latenten Steuern. Im Vorjahr erfolgte eine Saldierung der aktiven latenten Steuern mit den passiven latenten Steuern (Nettomethode) gem. § 274 Abs. 1 S. 1 HGB. Im Geschäftsjahr wurde vom Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 S. 3 HGB Gebrauch gemacht und die aktiven latenten Steuern gesondert im Posten „Aktive latente Steuern“ (§ 266 Abs. 2 D. HGB) ausgewiesen. Eine Anpassung der Vorjahreswerte wurde nicht vorgenommen. Der Effekt aus der im aktuellen Geschäftsjahr vorgenommenen Umgliederung hätte im Vorjahr folgenden Ausweis zur Folge:
III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden - soweit nicht abweichend berichtet - gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Die geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angewandt. Aktiva Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den bei ihrer Entwicklung angefallenen Aufwendungen (Herstellungskosten), vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, planmäßig abgeschrieben. Der Ansatz der Sachanlagen erfolgt zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, reduziert um planmäßige Abschreibungen verteilt über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Steuerlich wurde die ab dem 01. Januar 2021 geltende "Digital-AfA" in Anspruch genommen und die Sachanlagen im Berichtsjahr sofort abgeschrieben. Im Geschäftsjahr angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis 800,00 € werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Es kommt ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die Finanzanlagen werden mit Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigen beizulegenden Zeitwert bewertet, sofern eine dauerhafte Wertminderung gegeben ist. Die unter den Vorräten enthaltenen unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten angesetzt und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen/aktivierungsfähigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert, abzüglich Einzelwertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen und Pauschalwertberichtigungen angesetzt. Ausfallrisiken wurde durch Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch einen pauschalen Abschlag in Höhe von 1 % des nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestands Rechnung getragen. Das ausgewiesene Bankguthaben wird zum Nominalbetrag angesetzt. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Passiva Das Eigenkapital umfasst das "gezeichnete Kapital", die "eigenen Anteile", die "Kapitalrücklage" und den "Bilanzgewinn". Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung. Bei den Rückstellungen sind alle ungewissen Verbindlichkeiten und sonstigen erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Der nach § 268 Abs. 5 HGB auszuweisende Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr und von mehr als einem Jahr sowie der nach § 285 Abs. I Nr. 1a HGB auszuweisende Betrag der Verbindlichkeiten über 5 Jahre wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit im Rahmen der Darstellung eines Verbindlichkeitenspiegels angegeben. In Fremdwährung lautende Forderungen und Vermögensgegenstände sowie Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind § 253 Abs. 1 S. 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 HS 2 HGB nicht anzuwenden. Die Ermittlung der latenten Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzepts vorgenommen. Danach werden auf sämtliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren. Aktive und passive latente Steuern werden gemäß § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB getrennt ausgewiesen. (Wir verweisen auf die Erläuterung unter Punkt II - hinsichtlich der Veränderung ggü. dem Vorjahr). Die Ermittlung der latenten Steuern beruht auf einem Steuersatz von 30%. Gewinn- und Verlustrechnung Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. IV. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Aktiva Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens ist auf Blatt 12 dieses Anhangs (Anlagenspiegel) dargestellt. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um die von der Gesellschaft selbst erstellte Software, die ständig erweitert wird. Die selbsterstellte Software wird über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen weist die Anteile an verbundenen Unternehmen an der ADSQUARE Inc. gegründet in Delaware, USA, an der ADSQUARE PTE LTD., Downtown Singapore, Singapur, an der ADSQUARE LIMITED London, Vereinigtes Königreich, sowie an der ADSQUARE S.A.S, Paris, Frankreich, aus. Darüber hinaus sind Gründungskosten an der ADSQUARE ITALY S.R.L. in Höhe von 30 T€ enthalten. Des Weiteren werden Ausleihungen an die Töchter in Höhe von 6.833,11 T€ ausgewiesen.
Die Vorräte zum 31. Dezember 2023 betragen 26,26 T€ und betreffen u.a. unfertige Leistungen zu Aufträgen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2023 betragen 5.618,01 T€ und sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von 127,83 T€ und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 55,00 T€ gebildet. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Kautionen in Höhe von 326,05 T€, sowie Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Umsatzsteuer. Die liquiden Mittel zum 31. Dezember 2023 betragen 1.555,10 T€. Die Höhe der liquiden Mittel wurde bestimmt durch Guthaben bei Banken. Die aktiven latenten Steuern betragen zum Jahresende 68,14 T€. Diese werden gemäß des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB getrennt von den passiven latenten Steuern ausgewiesen. Passiva Das Eigenkapital der Gesellschaft setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital, den eigenen Anteilen, der Kapitalrücklage und dem Bilanzgewinn. Das "gezeichnete Kapital" besteht im Geschäftsjahr unverändert in Höhe von 63.481,00 €. Der Bilanzgewinn setzt sich zusammen aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 1.957,51 T€ und dem Gewinnvortrag von 3.612,49 T€. Es besteht eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB in Höhe des ausgewiesenen Buchwertes für die selbsterstellte Software abzüglich der passiven latenten Steuern hierauf in Höhe von 3.416,76 T€ abzüglich der darauf entfallenden passiven latenten Steuern. Die Rückstellungen enthalten überwiegend Steuerrückstellungen (1.258,04 T€) sowie Beträge für Personalkosten (Boni 110,13 T€/Urlaub 187,60 T€) und ausstehende Eingangsrechnungen (245,40 T€). Die Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem Bezug von externen Leistungen im Zusammenhang mit der Erstellung der selbsterstellten Internetplattform, sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 600,00 T€. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 16,40 T€ enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 280,82 T€ enthalten u.a. Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 77,72 T€. Die Verbindlichkeiten bestehen mit folgenden Restlaufzeiten in T€:
Die angesetzten passiven latenten Steuern, die sich aus dem Ansatz der selbsterstellten Software sowie der Verwendung der Abschreibung für Digitalgüter ergeben, betragen zum Bilanzstichtag 1.037,19 T€ und ergibt damit eine Veränderung von 421,56 T€ gegenüber dem Vorjahr. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einem Gesamtbetrag in Höhe von 1.089,61 T€, die im Wesentlichen Mietverpflichtungen für Büroräume sowie Leasing von Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhalten. Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr 22.373,81 T€ und sind im Vergleich zum Vorjahr um 5 % gestiegen. Die Bestandsveränderungen betragen im Geschäftsjahr 39,37 T€. Dargestellt werden die Bestandsveränderungen unfertiger Leistungen. Andere aktivierte Eigenleistungen betragen im Geschäftsjahr 1.172,74 T€ und erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 61,38 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten v. a. Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 477,66 T€. Der Materialaufwand enthält die von fremden Dritten geleisteten Dienstleistungen in Form von diversen Datensätzen und für den Betrieb der betrieblichen Software. Die Erhöhung des Personalaufwandes um 495,75 T€ ist mit einer gestiegenen Mitarbeiterzahl zu erklären. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Miete (684,21 T€), Provisionskosten (734,98 T€), Rechts- und Beratungskosten (214,52 T€) und Serverkosten (1.833,71 T€) sowie Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von 617,76 T€. V. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 77 Arbeitnehmer beschäftigt.
Zu den vertretungsberechtigten Geschäftsführern der Gesellschaft waren
bestellt. Als Beiratsmitglieder waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:
Auf die Angaben nach § 285 Nr. 9 a) und b) HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Den Organmitgliedern der Gesellschaft wurden weder Kredite gewährt, noch Vorschüsse gezahlt. Bürgschaften zugunsten der Organmitglieder wurden nicht eingegangen. Da im Berichtsjahr der Gewinn in der Handelsbilanz insgesamt höher ausfällt, als in der Steuerbilanz, ist der fiktive Steueraufwand in der Handelsbilanz zu niedrig und es müssen passive latente Steuern angesetzt werden, § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB. Die passiven latenten Steuern unter Berücksichtigung eines individuellen Steuersatzes in Höhe von 30% betragen im Berichtsjahr ca. 1.037,19 T€. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 5.570,00 T€ auf neue Rechnung vorzutragen. VI. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Mit Gründungsdatum 03.01.2024 wurde eine weitere 100%-ige Tochtergesellschaft, die Adsquare Italy Srl in Italien gegründet. Darüber hinaus liegen keine Ergebnisse nach dem Bilanzstichtag vor, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens -, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft haben.
Berlin, 15. Mai 2024 Sebastian Doerfel, Geschäftsführer Tom Laband, Geschäftsführer Fritz Richter, Geschäftsführer Anlagenspiegel zum 31.12.2023adsquare GmbH, Berlin
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023I. Allgemeine Geschäftstätigkeit der Gesellschaft Die adsquare GmbH ist einer der weltweit führenden Anbieter für die Entwicklung, den Vertrieb und die Vermarktung von Technologien zur Segmentierung und Analyse von Zielgruppen im Bereich der digitalen Werbung und von kontextbasierten Geoinformationen sowie dem Support und der Weiterentwicklung der zu Grunde liegenden technologischen Plattform. Werbetreibende und Agenturen haben die Möglichkeit, ihre Werbekampagnen über die eigens entwickelte Plattform auf Basis diverser Datenkategorien zu messen, zu analysieren und weiter zu optimieren. Hierfür integriert die Adsquare-Plattform die Daten in weltweit führende Marketing-Plattformen wie Google, The Trade Desk oder Meta, welche den gemeinsamen Kunden die Umsetzung ihrer Kampagnen ermöglichen. Zudem kann die Adsquare-Plattform zur Planung und Analyse von Standorten im Bereich klassischer und digitaler Außenwerbung eingesetzt werden. Mit Hilfe der Adsquare-Plattform besteht die Möglichkeit, durch Besucherfrequenzmessung und Attribution von Ladenbesuchen die Besucherzahl von Kunden erheblich zu verbessern. Aufgrund mehrjähriger Entwicklung einer proprietären Technologie verfügt die adsquare GmbH über einen nachhaltigen, strategischen Wettbewerbsvorteil („Unique Value Proposition“). Die eigens entwickelte Technologie stellt eine hohe Marktbarriere für neue Anbieter dar, da eine etwaige Kopie der Technologie durch bestehende oder neue Wettbewerber sehr hohe Investitionskosten voraussetzen würde. Die adsquare GmbH wurde im Jahr 2012 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Berlin, Deutschland. Die Gesellschaft bietet ihre Lösungen international an und vertreibt ihre Plattform global mit weiteren 100%igen Tochtergesellschaften in den folgenden Ländern:
Daneben unterhält die Gesellschaft digitale Repräsentanzen in Mailand, Madrid und Hongkong. Das vergangene Jahr war für adsquare GmbH ein Zeitraum bedeutender Erfolge und erfreulicher Meilensteine. Der Fokus lag auf der fortwährenden Innovation und der Bereitstellung moderner Lösungen für Kunden weltweit. Ein Höhepunkt war zweifellos die Einführung eines User Interfaces, das nicht nur ein frisches Design präsentiert, sondern auch leistungsstarke Funktionen wie Audience Targeting, Proximity Targeting und Location Analytics in einer Plattform integriert. Dieses Interface befindet sich derzeit in der Beta-Phase und wird stets um neue Features erweitert, um Kunden ein optimales Nutzungserlebnis zu bieten. Des Weiteren konnte die Position auf dem Markt durch die Weiterführung fortschrittlicher Measurement-Lösungen gestärkt werden, darunter Echtzeit-Feeds und Attribution Reports. Diese Instrumente ermöglichen adsquares Kunden, ihre Marketingstrategien präzise zu analysieren und ihre Investitionen effektiv zu steuern, was zu einem Ausbau der Marktanteile führte. Besonders erfreulich war auch der internationale Erfolg der OOH-Plattform, die verstärkt in den USA, adsquares größtem Markt, Fuß fassen konnte. Durch die Gewinnung neuer Kunden konnte die Präsenz auf internationaler Ebene weiter ausgebaut werden und die Position als einer der führenden Anbieter in der Branche gefestigt werden. II. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche Im Rückblick auf das Jahr 2023 zeigt sich laut dem Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft eine positive Entwicklung in der Werbewirtschaft, basierend auf der ZAW- Marktprognose. Die Werbebranche in Deutschland verzeichnete ein Wachstum auf 48,87 Mrd. Euro, was einem Anstieg von 1,6 Prozent entsprach. Dieses Wachstum wurde insbesondere durch eine Zunahme der Investitionen in Werbung auf 37,07 Mrd. Euro (+2,5 Prozent) und der Netto-Werbeeinnahmen der Medien auf 26,06 Mrd. Euro (+1,4 Prozent) vorangetrieben. Ein bedeutender Faktor war das überproportionale Wachstum der digitalen Werbung um 5,4 Prozent, wodurch der Marktanteil der digitalen Werbung auf 48 Prozent stieg (Quelle: ZAW, 2023). Für das Jahr 2024 wird ein Ausblick gegeben, der von positiven Konjunkturprognosen und verbessertem Verbrauchervertrauen aufgrund spürbarer Lohnsteigerungen geprägt ist. Jedoch könnten drastische Werbeverbote und Wettbewerbsbehinderungen im Digitalbereich diese Chancen beeinträchtigen und ganze Branchen stark belasten. Es wird daher betont, dass die Werbebranche auch im Jahr 2024 vor großen Herausforderungen steht und ein aktives Gegensteuern von Politik und Wettbewerbshütern erforderlich ist, um eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten (Quelle: ZAW, 2023). Laut "Attitudes to Programmatic Advertising"-Bericht von IAB Europe hat sich der europäische digitale Werbemarkt trotz wirtschaftlicher und geopolitischer Herausforderungen wie dem Ukraine-Konflikt und der Inflation im Jahr 2023 flexibel gezeigt. Die Ausgaben für programmatische Werbung sind gestiegen, wobei 58% der nicht-sozialen Display-Werbung programmatisch abgewickelt wurden. Für das Jahr 2024 wird erwartet, dass die Bedeutung der programmatischen Werbung weiter zunimmt, wobei erste Prognosen auf eine anhaltende Popularität und Wachstum hinweisen (Quelle: IAB Europe, 2023). Die Zukunft der programmatischen Werbung wird maßgeblich von der Entwicklung neuer Technologien wie künstlicher Intelligenz und dem Aufstieg von Audio, Connected TV (CTV) und Einzelhandel beeinflusst. Darüber hinaus gewinnt das Thema Nachhaltigkeit in der Werbewirtschaft zunehmend an Bedeutung, wobei über 80% der Befragten sie als strategischen Schwerpunkt betrachten (Quelle: IAB Europe, 2023). Diese Erkenntnisse verdeutlichen die dynamische Natur der programmatischen Werbung und die Notwendigkeit, sich auf zukünftige Veränderungen vorzubereiten, während gleichzeitig Nachhaltigkeit und Effizienz in den Mittelpunkt der Werbestrategien gerückt werden (Quelle: IAB Europe, 2023). Laut Statista Branchenreport werden die Ausgaben für programmatische Werbung in den USA, einem Kernmarkt von adsquare, voraussichtlich 264 Milliarden US-Dollar überschreiten und 80 Prozent der digitalen Werbeausgaben der USA im Jahr 2024 ausmachen. Das Land hat den größten programmatischen Anzeigenmarkt weltweit und steht für 40 Prozent der globalen Ausgaben (Quelle: Statista, Programmatic advertising in the United States, 2024). Statista Umfragedaten deuten weiterhin darauf hin, dass Online- und Mobile-Medien im Jahr 2024 die am meisten investierten programmatischen Anzeigenmedien sein werden, wobei 60 Prozent der Führungskräfte erwarten, dass die meisten Online- und Mobile-Inventare auf diese Weise gekauft werden. Ein Format, das bei programmatischen Werbetreibenden in den USA immer mehr Aufmerksamkeit findet, ist CTV. Im Jahr 2023 erreichten die programmatischen Ausgaben für CTV-Anzeigen in den USA 21,5 Milliarden US-Dollar, etwa ein Drittel der Werbeeinnahmen von US Linear-TV. Ein weiterer aufstrebender Star des programmatischen Ökosystems ist Digital Out-of-Home (DOOH). Eine globale Umfrage aus dem Jahr 2023 ergab, dass fast zwei Drittel der Vermarkter DOOH-Kampagnen programmatisch erworben haben, wobei drei von zehn ausschließlich digitale Außenmedien auf diese Weise kaufen (Quelle: Statista, Programmatic advertising in the United States, 2024). Als größte digitale Herausforderung in 2024 wird die Abschaffung von Drittanbieter-Cookies gesehen. Nach der schrittweisen Abschaffung von Drittanbieter-Cookies durch Google im Jahr 2024 wird es nicht mehr möglich sein, einzelne Verbraucher basierend auf ihrem Browserverhalten zu targeten. Allerdings hatte bis Ende 2023 weniger als ein Drittel der programmatischen Teams in den USA eine funktionierende adressierbare cookielose Lösung. Unter den Ersatzmöglichkeiten halten Branchenprofis die Aktivierung von First- Party-Daten, aufmerksamkeitsbasierte Metriken und die Ausrichtung auf soziale Medien für am vielversprechendsten, um Cookies zu ersetzen (Quelle: Statista, Programmatic advertising in the United States, 2024). Adsquare ist für das Jahr 2024 nicht nur durch seine geografische globale Ausrichtung gut gerüstet, sondern auch durch seine Lösungen für kontextuelles Targeting, panel-basierte Indexberechnungen für programmatische Out-of-Home (OOH) Werbung und die Entwicklung des CTV Planers. Alle diese Produkte adressieren zukunftsweisende Themen und tragen dazu bei, die Wirksamkeit von Werbekampagnen auf diversen Medienformaten zu verbessern und den Bedürfnissen der Werbetreibenden gerecht zu werden. III. Geschäftsentwicklung Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 ist im Wesentlichen durch den Ausbau der globalen Marktposition und damit durch die Parallelität von Umsatzsteigerung und Infrastrukturausbau geprägt. Die adsquare GmbH erwirtschaftet Umsätze im Wesentlichen in den Bereichen Targeting (Audience & Proximity Targeting), Footfall Measurement und Out-of-Home (Location Planning & Analytics). Das Wachstum resultiert neben Neukunden überwiegend aus langfristigen Kundenbeziehungen und Produkt-Upselling an existierende Kunden. Die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis sind bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren der adsquare GmbH. Sie erzielte einen Gesamtumsatz von 22,4 Mio. € (i.V. 21,3 Mio. €), was einem Wachstum von 4,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die erzielten Umsätze liegen somit unter den Planwerten für das Jahr 2023. Der Jahresüberschuss von 2,0 Mio. € (i.V. 2,3 Mio. €) stellt eine Verringerung des Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr dar. Im Berichtsjahr wurden passive latente Steuern gebildet. Der erzielte Jahresüberschuss liegt somit leicht unter den Planwerten für das Jahr 2023. Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens als fortlaufend positiv, da die makroökonomischen Trends und Werttreiber, wie Digitalisierung und New Work, durch die COVID-19 Pandemie verstärkt wurden. Im zweiten Halbjahr 2023 hat die Gesellschaft die Methode der Verrechnungspreise mit ihren Tochtergesellschaften von einer provisionsbasierten Abrechnung zur Kostenaufschlagsmethode (im Folgenden Cost Plus) geändert. Zum Stichtag hat die adsquare GmbH vier Tochtergesellschaften in verschiedenen Märkten, welche alle zu 100 % im Besitz der Muttergesellschaft adsquare GmbH sind. Alle Tochtergesellschaften agieren als unabhängige Geschäftseinheiten im Namen der Muttergesellschaft. Cost Plus wird zur ordnungsgemäßen Zuordnung von Erträgen verwendet, um die Steuerverbindlichkeiten in jedem Land zu ermitteln. Der Wechsel auf Cost Plus ist zudem notwendig, da ansonsten nicht garantiert werden kann, dass die Tochtergesellschaften innerhalb der nächsten Jahre ihre bereits angefallenen Defizite ausgleichen können. Bei Anwendung von Cost Plus wird der Verrechnungspreis ermittelt, anhand der durch die Leistungserbringung verursachten Kosten (Selbstkosten/ operative Kosten) zzgl. eines prozentualen branchenüblichen Gewinnaufschlages auf diese Kosten. Als Gewinnzuschlag wurden einheitlich 8 % für alle Tochtergesellschaften angesetzt, da ein Kostenaufschlag von 5 % bis 10 % als branchenüblich angesehen wird. Als Kostenrechnungssystem wird die Normalkostenrechnung auf Vollkostenbasis genutzt. IV. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung der Ertragslage Die nachfolgende betriebswirtschaftliche Auswertung stellt die Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Die wesentliche Ertragskomponente ist der Umsatzerlös aus dem Vertrieb digitaler Produkte in Höhe von 22,4 Mio. €. Davon entfallen auf Leistungen von Kunden mit Sitz im Drittland 60,5 % (i.V. 58,5 %), auf Leistungen von Kunden mit Sitz innerhalb der Europäischen Union 30,7 % (i.V. 34,9 %) und auf Leistungen von Kunden mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland 8,8 % (i.V. 6,6 %). Das Wachstum resultiert neben Neukunden überwiegend aus langfristigen Kundenbeziehungen und Produkt-Upselling an existierende Kunden. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 478 T€ (i.V. 646 T€) und somit gegenüber dem Vorjahr eine Reduzierung um 168 T€. Der Materialaufwand enthält die von fremden Dritten geleisteten Dienstleistungen in Form von diversen Datensätzen. Die Materialaufwendungen sanken im Jahr 2023 um 173 T€ auf 6.850 T€ (i.V. 7.023 T€) gegenüber dem Vorjahr. Dies ergibt sich unter anderem durch Kosteneinsparungen im Bereich der Revenue Share Segments. Die Erhöhung der Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus der Umstellung auf Cost Plus um 832 T€, den um 496 T€ gestiegenen Kosten im Bereich der Personalaufwendungen, die durch eine höhere Anzahl an Mitarbeitern zu erklären ist, der Erhöhung der passiv latenten Steuer um 422 T€ infolge des höheren Ansatzes der selbsterstellten Software sowie der Verwendung der Abschreibung für Digitalgüter, den um 484 T€ gestiegenen Serverkosten und der gestiegenen Währungsumrechnung um 83 T€. Der Anstieg der Aufwendungen ist Folge des Wachstums. Das Unternehmensergebnis (EBIT) der adsquare GmbH fiel im Berichtsjahr um 734 T€ auf 2.674 T€ (i.V. 3.408 T€). Dies ist im Wesentlichen auf höhere sonstige betriebliche Aufwendungen zurückzuführen, die im Vergleich zu den Umsatzerlösen stärker gestiegen sind. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Gesamtleistung um 1.411 T€ erhöht, bei einer gleichzeitigen Erhöhung der Aufwendungen um 1.759 T€ ergibt sich eine Verringerung des Jahresergebnisses von 348 T€. 2. Entwicklung der Finanzlage: Die Finanzlage zum 31.12.2023 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Im vorliegenden Geschäftsjahr hat die Gesellschaft einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 3,6 Mio. € (i.V. 2,4 Mio €) erzielt. Aufgrund der hohen Investitionen in das immaterielle Sachanlagevermögen sowie die weiteren an Tochterunternehmen ausgegebenen Darlehen (Finanzanlagen) ergibt sich ein negativer Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 3,2 Mio € (i.V. 3,0 Mio €). Die liquiden Mittel betragen zum Stichtag 1,6 Mio. € (i.V. 2,1 Mio. €). In Höhe von 5,8 Mio. € (i.V. 6,5 Mio €) liegen Forderungsbestände vor, die entsprechend den Erfahrungswerten der Vergangenheit einzel- und pauschalwertberichtigt sind. Die Gesellschaft wird durch Darlehen in Höhe von 600 T€ (i.V. 1,5 Mio. €) mitfinanziert. Die Darlehen haben zum Stichtag noch eine Restlaufzeit bis zum 30.09.2024. Auf die Darlehen wurden im Berichtsjahr Zinsen in Höhe von 21 T€ (i.V. 57 T€) entrichtet. Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der Rückzahlung von Darlehen. Die adsquare GmbH war zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses existieren ausreichend liquide Mittel, um die Zahlungen der Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu gewährleisten. Liquiditätsengpässe waren auch bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht zu verzeichnen. Zudem besteht die Möglichkeit der Working-Capital-Finanzierung über einen externen Partner zur kurz- bis mittelfristigen Finanzierung des Umlaufvermögens (Forderungsfinanzierung) um weiter ein positives Working Capital ausweisen zu können und somit die Möglichkeit zu besitzen, ausstehende Verbindlichkeiten begleichen zu können. 3. Entwicklung der Vermögenslage Die Vermögenslage zum 31.12.2023 stellt sich wie folgt dar:
Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Im Wesentlichen ergab sich die Erhöhung aus den gezahlten Ausleihungen an die Tochtergesellschaften in Höhe von 1.422 T€ (i.V. 1.695 T€) sowie aus den Zugängen zu den selbst erstellten, immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 1.432 T€ (i.V. 1.121 T€). BA 1.4Der Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 713 T€ (1.652 T€) ergibt sich aus einem aktiven Forderungsmanagement im Vergleich zum Vorjahr. Der Rückgang der liquiden Mittel um 510 T€ (i.V. 1.233 T€) steht im Zusammenhang mit dem negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit sowie den Tilgungsleistungen der Bankdarlehen. Das Eigenkapital ist durch Erzielung eines positiven Jahresergebnisses um 1.958 T€ (i.V. 2.358 T€) gestiegen. Der Anstieg der Rückstellungen um 112 T€ erfolgt hauptsächlich aufgrund der Zunahme der Steuerrückstellungen. Der Rückgang der Verbindlichkeiten um 801 T€ ist auf die Tilgung der Darlehen in Höhe von 915 T€ sowie der Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe 72 T€ sowie der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen in Höhe 121 T€ und dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen in Höhe von 65 T€ zurückzuführen. Der Anstieg der Passiva ist auch auf die Zunahme der passiven latenten Steuern in Höhe von 422 T€ zurückzuführen, die auf der handelsrechtlichen Aktivierung und der jährlichen Abschreibung sowie dem steuerlichen Verbot der Aktivierung (§ 5 Abs. 2 EStG) der selbst geschaffenen immateriellen adsquare-Plattform basieren. V. Gesamtaussage Die Entwicklung im Geschäftsjahr verlief aus Sicht der Geschäftsführung vor dem Hintergrund des Weiteren nationalen und internationalen Auf- und Ausbaus des Geschäftsbetriebs im Wesentlichen planmäßig und zufriedenstellend. Nach einem kräftigen Jahresauftakt hat die Weltwirtschaft im Sommer 2023 an Schwung verloren. Die Abschwächung des globalen Wachstums wird vor allem auf die strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen zurückgeführt. Auch wenn die zuvor gesetzten Ziele durch diese makroökonomischen Herausforderungen nicht vollumfänglich erreicht werden konnten, spiegelt die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage eine stabile wirtschaftliche Gesamtlage des Unternehmens wider. Das Unternehmen konnte den Umsatz leicht steigern, musste jedoch einen Rückgang des EBITDA verzeichnen. Die Finanzmittel am Ende der Periode unterschreiten die des Vorjahres. VI. Prognosebericht Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Für das kommende Geschäftsjahr 2024 erwartet die adsquare GmbH ein weiteres Umsatzwachstum. Die Gesellschaft wird sich sowohl auf den internationalen Ausbau der Geschäftstätigkeit fokussieren, um so die Vertriebsstruktur zu stärken, als auch auf Entwicklungen neuer Lösungen, um das Wachstum der vergangenen Jahre fortzusetzen. Insbesondere durch die Weiterentwicklung in den Kernbereichen der adsquare GmbH sowie der geplanten weiteren Ausweitung des Geschäftsbetriebs - vor allem im internationalen Bereich - ist ein stabiles Wachstum zu erwarten. Eine gewisse Unsicherheit des Werbemarktes - aufgrund der direkten Abhängigkeit von den Werbebudgets der Kunden und den derzeit starken konjunkturellen Schwankungen - besteht zwar weiterhin, aufgrund der globalen Ausrichtung der adsquare GmbH und ihrer Tochtergesellschaften geht die Gesellschaft jedoch davon aus, dass dies kein wirtschaftlich relevantes Risiko darstellt. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Jahresumsatz von ca. 28 Mio. € sowie ein Jahresüberschuss von leicht über 4,0 Mio. € angestrebt. VII. Chancen- und Risikobericht 1. Risiken Konjunkturelle und volkswirtschaftliche Risiken Aufgrund des Kriegs in der Ukraine, der Energiekrise und anderer geopolitischer Konflikte stagnierte die Wirtschaft vor allem im zweiten und dritten Quartal 2023. Obwohl im Verlauf dieses Jahres die Inflationsrate nachgelassen hat und sich der Anstieg der Lohneinkommen im Vergleich zum Vorjahr beschleunigt hat, fehlten deutliche Impulse beim Warenkonsum und im globalen Warenhandel. Perspektivisch ist weiterhin mit einer sinkenden Inflation und einer Herabsetzung der Kapitalmarkt- und Kreditzinsen zu rechnen, was auch die deutschen Absatzmärkte stützen dürfte. Daher sollten der globale Warenhandel und der Warenkonsum wieder zulegen und im kommenden Jahr zu den Konjunkturtreibern werden. (Quelle: ifo Institut, 2023) Markt- und Branchenrisiken Im Rückblick auf das Jahr 2023 war der Markt für Werbung und programmatische digitale Werbung von einer Vielzahl an Risiken geprägt, die die Branche herausforderten. Eine der zentralen Herausforderungen war die Zunahme der regulatorischen Eingriffe und Werbeverbote, die in einigen Regionen zu drastischen Einschränkungen führten und die Werbeaktivitäten vieler Unternehmen beeinträchtigten. Darüber hinaus wurden geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheiten, wie beispielsweise der Ukraine-Konflikt und die Inflation, zu weiteren Risikofaktoren, die die Marktstabilität beeinträchtigten. Diese Unsicherheiten führten zu einer vorsichtigen Investitionsbereitschaft vieler Unternehmen und zwangen sie, ihre Werbestrategien anzupassen, um mit den sich ändernden Marktbedingungen Schritt zu halten. (Quelle: BBH, 2023). Für das Jahr 2024 ist mit keiner großen Veränderung dieser Rahmenbedingungen und der generellen Unsicherheit zu rechnen. Ein weiteres bedeutendes Risiko war die fortschreitende Abschaffung von Drittanbieter- Cookies, die die Fähigkeit der Werbetreibenden eingeschränkte, individuelle Verbraucher basierend auf ihrem Online-Verhalten gezielt anzusprechen. Diese Veränderung in der Datenlandschaft zwang Unternehmen dazu, neue Ansätze zu entwickeln, um ihre Zielgruppen effektiv zu erreichen, und führte zu einem verstärkten Fokus auf alternative Datenerfassungsmethoden wie First-Party-Daten und aufmerksamkeitsbasierte Metriken. Zusammengenommen führten diese Risiken zu einer komplexen und volatilen Werbelandschaft, in der Unternehmen zunehmend darauf angewiesen waren, sich flexibel anzupassen und innovative Lösungen zu entwickeln, um langfristigen Erfolg zu sichern. (Quelle: t3n, 2023) Regulatorische Risiken Das Geschäftsmodell der adsquare GmbH basiert in hohem Maße auf der Auswertung von Daten. Dies beinhaltet die Suche nach neuen Datengrundlagen, um personalisierte Werbebotschaften an die richtigen Zielgruppen auszuspielen und den Erfolg der Kampagnen zu messen. Dabei werden Daten aus Geschäftsbereichen wie Logistik, Vertrieb und Finanzen eine zunehmend größere Rolle spielen. Risiken bestehen darin, dass infolge von staatlichen Regulierungen möglicherweise Schwierigkeiten bestehen, relevante Informationen zu erhalten und nutzen zu dürfen, um personalisierte Werbebotschaften an die richtigen Zielgruppen auszuspielen. Im Hinblick auf den Werbemarkt gibt es mehrere regulatorische Risiken zu berücksichtigen, die sich auf nationaler und europäischer Ebene ergeben können. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union hat den Umgang mit personenbezogenen Daten verschärft und stellt hohe Anforderungen an die Einwilligung von Nutzern in die Verarbeitung ihrer Daten. In Zukunft müssen Werbetreibende mit weniger personenbezogenen Daten auskommen. Werbetreibende müssen sicherstellen, dass sie die DSGVO-Vorschriften einhalten, um Bußgelder und rechtliche Probleme zu vermeiden. Die Verwendung von Cookies und anderen Tracking-Technologien wird immer stärker reguliert. Browserhersteller wie Apple und Mozilla haben bereits Maßnahmen ergriffen, um Cookies von Drittanbietern zu blockieren oder einzuschränken und Google wird im Laufe des Jahres 2024 die Nutzung von Cookies durch Drittanbieter ebenfalls sukzessive limitieren und im Jahr 2025 komplett einschränken. Die ePrivacy-Verordnung der Europäischen Union könnte die Regulierung von Cookies weiter verschärfen. Insgesamt führt dies zu einer Einschränkung hinsichtlich der Personalisierbarkeit von Inhalten und Werbung. Es gibt bestimmte Arten von Werbung, die durch Gesetze und Verordnungen eingeschränkt oder verboten sind, wie z.B. Tabakwerbung oder Werbung für ungesunde Lebensmittel. Darüber hinaus können bestimmte Werbeformen wie Targeting, Retargeting oder Native Advertising von den Regulierungsbehörden kritisch betrachtet werden. Die adsquare GmbH sieht sich jedoch weiterhin gut aufgestellt, da die Einhaltung des Datenschutzes seit jeher zu den festen Unternehmensgrundsätzen gehört. Mögliche rechtliche Risiken aus Verstößen gegen Datenschutzgesetze, insbesondere im Bereich personenbezogener Daten, bleiben jedoch bestehen und werden mit der gebotenen Vorsicht gehandhabt und teilweise unter Einbeziehung interner und externer Datenschutzexperten kontrolliert. Fremdwährungsrisiken Der Großteil der Umsatzerlöse wird in USD erzielt, wobei die Mehrheit der Ausgaben in EUR erfolgt. Daher ist Adsquare einem Währungsrisiko zum USD ausgesetzt. Fremdwährungsrisiken resultieren vor allem auch aus den Ausleihungen an ausländische Tochtergesellschaften. Liquiditätsrisiken Das Liquiditätsrisiko der adsquare GmbH ergibt sich hauptsächlich aus den Zahlungszielen von Kunden und Lieferanten sowie der Zahlungsmoral der Kunden. Durch die intern vorgenommenen Maßnahmen ist das Zahlungsausfallrisiko gering. Zur Abmilderung etwaiger Schwankungen oder Liquiditätsrisiken besteht die Möglichkeit des Forderungs-Factorings über einen Dienstleister. In den Geschäftsjahren 2021 bis 2023 wurde dieses Instrument nicht in Anspruch genommen. Die dargestellten Risiken können sich negativ auf die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis der Gesellschaft auswirken. Eine Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeiten lässt sich aufgrund der bestehenden Unsicherheiten nicht vornehmen. 2. Chancen Die adsquare GmbH hat eine starke Position am Markt, gestützt durch den technologischen Vorsprung und eine etablierte Marktstellung und positives Marken-Image. Kontinuierliche Investitionen in mobile und programmatische Werbung helfen dabei, Zielgruppen effektiv zu erreichen und eine maximale Reichweite zu erzielen. Ein möglicher Markteintritt neuer Wettbewerber in diesem spezifischen Segment würde erhebliche Investitionen und eine lange Vorlaufzeit erfordern. Die Wettbewerbsfähigkeit und strategische Positionierung der adsquare GmbH wird auch durch die kontinuierliche Weiterentwicklung des Geschäftsmodells sichergestellt. Die beschriebenen regulatorischen Risiken im Rahmen des Datenschutzes stellen für die adsquare GmbH auf der anderen Seite auch eine Chance dar, um bestehende kontextuelle Lösungen, ohne die Nutzung von personenbezogenen Daten, stärker am Markt zu positionieren und parallel verstärkt durch Aggregation und Statistik Analyse-Dienstleistungen zu entwickeln, die auf Basis sehr viel geringerer Datenbestände aussagekräftige Informationen zu Zielgruppen und Werbeerfolg liefern können. Es ist davon auszugehen, dass mögliche negative Effekte aus kurzfristigen Kosteneinsparungen aufgrund der angespannten konjunkturellen Lage durch positive Effekte aus der Markttransformation kompensiert werden können. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. Die dargestellten Chancen können sich positiv auf die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis der Gesellschaft auswirken. Eine Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeiten lässt sich aufgrund der bestehenden Unsicherheiten nicht vornehmen.
Berlin, den 15.5.2024 Sebastian Doerfel, Geschäftsführer Tom Laband, Geschäftsführer Fritz Richter, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die adsquare GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der adsquare GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der adsquare GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 15. Mai 2024 ECOVIS Audit AG Marko Schlossarek B.A., Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm. Ralph Riese, Wirtschaftsprüfer |
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